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Moving to the cloud - Fluch oder Segen?

Die Cloud ist in aller Munde. Aber was ist das eigentlich und was bringt es mir? Bevor jemand den Begriff Cloud geschickt vermarktet hat, nannte man das Ganze einfach Netzwerklaufwerk, wobei es völlig unabhängig ist, wo der physikalische Speicher eigentlich steht. Man hat sich mit einem VPN in das Firmennetzwerk verbunden. Auch Applikationen konnte man von überall aus nutzen. Per Web-Browser oder auch native Applikationen. Doch jetzt gibt es ja Gott sei Dank die Cloud und alles wird gut.

Aber was bedeutet das Ganze denn eigentlich für Unternehmen, welche sich in die Cloud begeben? Die Cloud ist eigentlich nur ein sehr geschicktes Geschäftsmodell. Betrachtet man doch einmal die ganzen Firmen, welche Ihre Applikationen, die man sich vorher gekauft und auf den eigenen Rechnern/Servern installiert hat, nur noch als Mietsoftware in der Cloud anbieten, per Browser. Absolute Kundenbindung und die Daten werden nicht mehr auf eigenen Servern, sondern irgendwo gespeichert und natürlich auch gesichert. Hier gibt man schon einmal die komplette Kontrolle an Dritte ab.

Betrachten wir dieses Szenario einmal am Beispiel der Unternehmensbuchhaltung. Natürlich ist es klasse, sich einfach nur zu registrieren, x€ pro Mont zu zahlen und man hat binnen weniger Minuten eine Buchhaltung im Web-Browser. Toll! Haben Sie jedoch dabei bedacht, dass man die absolute Kontrolle an Drittfirmen abgibt? Buchaltung in der Cloud, von überall, Daten bei Fremdfirmen, Applikationen bei Fremdfirmen. Hat man Kontrolle darüber? Nein. Was ist, wenn die Firma, welche die Buchhaltung bereitstellt, die Flügel streckt und der Stecker gezogen wird? Man hat kein Buchhaltungsprogramm  mehr und kommt auch nicht an die Daten ran. Selbtst wenn man die Daten hat, irgendwie noch intern gesichert, so ist die Applikation nicht mehr online, um sie zu nutzen. Schlechter Gedanke, oder? Und so ist es bei allen unternehmenskritischen Applikationen & Daten, die man bei Drittanbietern in der Cloud betreibt. Dieses muss als unternehmenskritisches Risiko eingestuft werden.

Ich verteufle die Cloud keinesfalls, aber man sollte sich sehr ausführlich überlegen, wie man sie nutzt. Nur als  Datensenke oder ob man darüber komplette externe Applikationen betreibt und falls ja, welche und bei wem? Man sollte auch bedenken, dass es sehr gute Möglichkeiten gibt, eine Cloud einzurichten, welche man selbst betreibt und somit die volle Kontrolle darüber hat.

Thomas Pajonk
CEO A2 Consulting GmbH, 08.2017

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